Übersicht: Nine Inch Nails und David Bowie

Am 10. Januar starb David Bowie – für die Öffentlichkeit unerwartet – an seiner Krebserkrankung. Mitte der 90er arbeiteten Trent Reznor und David Bowie zusammen an verschiedenen Projekten. In dieser Übersicht sollen sie vorgestellt werden.

Trent Reznor lernte David Bowie 1995 während einer schwierigen Phase in seinem Leben kennen und war sichtlich beeindruckt von seinem, mitunter eigenwilligen, Wesen.

Bei einer gemeinsamen Tournee reifte Bowie, der zuvor schon eine wichtige Inspirationsquelle und Identifikationsfigur darstellte, zu einer Art Mentor für Reznor heran, der ihn durch sein Wirken positiv beeinflusste und indirekt bei der Bewältigung seiner damaligen Drogensucht half.

Er war clean und ich war es nicht. Er nahm mich unter seine Fittiche, wie eine Art Mentor. Er hielt mehre Reden, die mich durch seine Weisheit beeindruckten und mir schlussendlich halfen.

Auch David Bowie fand lobende Worte über Reznors Schaffen. So beschrieb er Trent Reznors Musik wie gefolgt:

Die Schönheit von Trents Musik, wie sie in die Annalen der Industrial-Musik und mechanischen Soundexperimente eingegangen ist, ist anziehend und abstoßend zugleich: Nietzsches „Gott ist tot“ zu einem Clubbeat. Im wichtigsten Moment getragen von einer extrem verlockenden Melodie.

Vorgestellt werden sollen in der Übersicht die gemeinsamen Projekte: der Remix zum Lied „The Hearts Filthy Lesson“, die „Dissonance – Tour“ und „I’m Afraid Of Americans“.

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Interview über Nordamerikatour 2014, Woodstock 1994 und David Bowie

In einem Interview mit "Entertainment Weekly" spricht Reznor über die Tour 2014, insbesondere dem Nordamerika-Abschnitt, und blickt zurück auf die Tournee zum Album "The Downward Spiral".

In einem neuen Interview mit dem Magazin „Entertainment Weekly“ spricht Trent Reznor über die kommende Amphitheater-Tournee mit Soundgarden durch Nordamerika, welche sich laut Reznor wieder in der Gestaltung zu den vorherigen Tourneen unterscheiden soll.

Deutlich wird im Gespräch auch, dass Trent Reznor auch während der Tour die Stellschrauben zum Teil nachjustiert. So war es anfänglich geplant, die momentan laufende Europatour nicht zu nostalgisch werden zu lassen. Davon sei man mittlerweile wieder etwas abgekommen und er mache jetzt einfach wonach ihm momentan der Sinn steht. Im Zuge dessen sind beispielsweise „Eraser“ und „The Becoming“ ins aktuelle Liverepertoire zurückgekehrt. Beide Lieder wurden zuvor zuletzt 2009 gespielt.

Touren zur „The Downward Spiral“ und David Bowie

Des Weiteren sind insbesondere die Tourneen zum Zeitpunkt des Albums „The Downward Spiral“ Thema. Trent Reznor spricht hier vor allem das komische Gefühl an, welches er hatte, als die Auftrittsorte quasi über Nacht immer größer wurden und thematisiert dabei die damit verbundenen Herausforderungen.

Auf Woodstock 94 angesprochen verlautete er, dass er dies vornehmlich des Geldes wegen gemacht habe, um die anschließenden Konzerte finanzieren zu können, der Auftritt jedoch schlussendlich doch Spaß bereitet habe.

Die gemeinsame Tournee mit David Bowie stellt er weiterhin als inspirierend und unterstützend heraus. Er ist froh die Erfahrung gemacht zu haben.

He provided some really good guidance, especially artistically. He came to me and said, “I made this difficult album with Eno, and we’re probably going to bum everybody out because we’re just going to play stuff off this record. We’re not going to do any hits, because that’s what I want to do.” I thought that took real courage and conviction. I’m glad to have that in the memory bank. He’s the real deal. He’s one of those few people who didn’t disappoint you when you actually get to know them.

Trent Reznor
Quelle: ETS, NIN, Mark Benney